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Spezialierte Geräte der Praxis

Endoskopie zur Untersuchung von Magen und Atemwegen beim Pferd

Die Gastroskopie und Bronchoskopie bei Pferden zählen zu den wichtigsten diagnostischen Verfahren in der inneren Pferdemedizin um eine direkte Sicht auf die Schleimhäute des Magens sowie der Atemwege zu erhalten. Diese sind essenziell zur Abklärung von Erkrankungen wie Magengeschwüren oder chronischen Atemwegsproblemen. Der Schlüssel zum Erfolg dieser Diagnostik ist die hochwertige endoskopische Technik.

 

Was ist ein Endoskop?

Ein Endoskop ist ein langes, flexibles oder starres medizinisches Instrument mit integrierter Lichtquelle und Kamera. Es wird eingeführt, um innere Strukturen sichtbar zu machen und direkt zu dokumentieren. Die Bilder werden in Echtzeit auf einen Monitor übertragen – so kann der Tierarzt Veränderungen beurteilen, diagnostische Entscheidungen treffen und ggf. Proben entnehmen.

 

Verwendetes Gerät ist ein Magenspiegelungs-Endoskop 

  • Länge: ca. 3 m bis 3,25 m, speziell angepasst an die Größe des Pferdes.

  • Flexibilität: Flexibles Endoskop zur komfortablen Untersuchung des Mageninneren.

  • Funktion: Visualisierung des Magens, Ösophagus und – bei Bedarf – des Anfangsabschnitts des Dünndarms.

  • Bildqualität: High-Definition-Video mit Leuchtdioden (LED) und hochauflösenden Sensoren für klare, detailreiche Bilder.

 

Vorteile des Gastroskops

  • Ermöglicht sichere Diagnose von Magengeschwüren, Entzündungen oder Futterverweilständen.

  • Echtzeitbildgebung zur sofortigen Beurteilung.

  • Optionaler Arbeitskanal zur Probenentnahme.

  • Bronchoskop (Lungenspiegelungs-Endoskop)

  • Länge: typischerweise 1,8 m bis 2,5 m für die Untersuchung der Atemwege beim Pferd.

  • Verwendung: Durch die Nasenöffnung bis zur Luftröhre und in die Bronchien; ermöglicht Beurteilung von Entzündungen, Sekret oder strukturellen Veränderungen.

  • Arbeitskanal: erlaubt Probenentnahme wie Sekret oder zelluläre Proben zur weiteren Analyse.

 

Vorteile des Bronchoskops:

  • Detaillierte Einsicht in die unteren Atemwege.

  • Diagnostik auch bei chronischen Atemwegserkrankungen wie equinem Asthma möglich.

  • Minimalinvasive Untersuchung ohne große Belastung.

 

Wichtige Merkmale moderner Endoskopiegeräte

  • Flexible versus starre Endoskope: Flexibel für Magenspiegelungen und tiefere Luftwege, starr für spezielle Anwendungen.

  • High-Definition Video: Hochauflösende Kameras für präzise Diagnosen und Dokumentation.

  • Dokumentation: Aufzeichnung der Befunde zur Befundbesprechung und Verlaufsbeobachtung.

  • Kompatibilität: Moderne Systeme sind modular aufgebaut und mit Zubehör wie Lichtquellen, Prozessoren oder Arbeitskanälen kombinierbar.

 

Endoskopie Geräte im Überblick
Gastroskopie: Flexibles Endoskop 3 m – 3,25 m Magen & Duodenum
Bronchoskopie: Flexibles Endoskop 1,8 m – 2,5 m Atemwege & Bronchien
Gemeinsam: HD-Video & LED-Lichtsystem Echtzeitdiagnostik und Archivierung

FAQs Endoskpie 

  • Warum sind längere Endoskope für Pferde notwendig?

    • Die Länge der Endoskope entspricht der Körpergröße des Pferdes. Nur so können Magen und tiefere Atemwege vollständig eingesehen werden.

  • Ist die Bildqualität wirklich entscheidend?

    • Ja – hochauflösende Kamerasysteme ermöglichen feinste Details zu erkennen und genaue Diagnosen zu stellen.

  • Können beide Untersuchungen mobil erfolgen?

    • Viele moderne Geräte sind portabel und ermöglichen Untersuchungen direkt im Stall oder in der Klinik.

Elektrotherapie 

Bei vielen orthopädischen und neurologischen Erkrankungen kann Elektrotherapie eingesetzt werden. Damit können sowohl akute als auch chronische Schmerzen therapiert werden (TENS) als auch Muskelatrophien (= Verlust von Muskulatur) vorgebeugt oder behandelt werden. 

Mögliche Indikationen sind akute oder chronische Schmerzen z.B. bei Arthrosen, Spondylosen, Spondylarthrosen, postoperativ, Cauda equina, uvm. oder 
Muskelatrophien z.B. bei neurologischen Erkrankungen oder postoperativ.​​​​​​

​Lasertherapie

​Laser senden Lichtstrahlen aus, die in aller Regel für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Einen therapeutischen Effekt hat man in Bereichen von 650-1350 nm (therapeutisches Fenster). Je nach Einstellung bestimmter Parameter wie Wellenlänge, gepulste bzw. kontinuierliche Emission oder Zeit der Exposition hat eine Lasertherapie unterschiedliche therapeutische Effekte. Diese sind unter anderem eine entzündungshemmende, abschwellende und schmerzlindernde Wirkung und die Anregung der Gewebeheilung.

 

Mögliche Indikationen für eine Lasertherapie sind:

  • Sehnenschäden (Oberflächliche/Tiefe Beugesehne, Fesselträger Pferd, Bicepssehne Hund)

  • Arthrosen

  • Myalgien (Rückenschmerzen), z.B. auch bei Spondylosen oder Kissing Spines

  • Post operativ zur Verbesserung der Heilung

  • Verbesserung der Wundheilung

  • Schlecht heilende Wunden

  • Chronische/wiederkehrende Ohrentzündungen

  • Schmerzen (Arthrosen, Spondylosen, akute Verletzungen, etc.)

Der Laser wird nach möglicher Leistung in Low Intensity, Low Level oder Low Power Lasertherapie eingeteilt. Leistungen ˂500m W; Laser Klasse 3b) oder in High Intensity, High Level oder High Power Lasertherapie (Leistungen ˃500mW; Laser Klasse 4). Medizinische Studien, die die Wirksamkeit der Lasertherapie belegen, sind in aller Regel mit Lasern der Klasse 4 gemacht worden.

Diese Praxis verwendet einen Laser Klasse 4 mit sehr guten Erfolgen.

Schulmedizin

​Als Tierärztin spreche ich Gesundheitsthemen, die mir während der Behandlung Ihres Tieres auffallen, natürlich an. Zu den Leistungen, die ich anbiete gehören Gastroskopie und Bronchoskopie (zusammen mit einer Kollegin), Impfungen und Blutbilder

Impfungen

Impfungen bei Pferden und Hunden sind essenziell, um lebensbedrohliche Krankheiten zu verhindern. Bei Pferden schützt die Impfung vor Tetanus, einer durch Wundinfektionen verursachten, oft tödlichen Erkrankung, sowie vor Influenza (Pferdegrippe) und Equinem Herpesvirus, die schwere Atemwegserkrankungen und in Beständen Ausbrüche verursachen können. Die Impfungen müssen regelmäßig aufgefrischt werden, um den Schutz aufrechtzuerhalten.

Bei Hunden werden mit den Grundimpfungen gefährliche Krankheiten wie Staupe, Parvovirose und Leptospirose bekämpft, die unbehandelt oft tödlich verlaufen. Durch die Impfung wird das Immunsystem aktiviert, sodass bei Kontakt mit den Erregern die Erkrankung verhindert oder abgeschwächt wird. Impfungen sind nicht nur zum Schutz des einzelnen Tieres wichtig, sondern reduzieren auch die Verbreitung ansteckender Krankheiten in der Tierpopulation.

 

Damit Impfungen wirksam sind, sollte der Gesundheitszustand des Tieres vor der Impfung geprüft werden, und der Impfplan eingehalten werden, um dauerhaften Schutz sicherzustellen.

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